06.01.2012
HAPPY NEW YEAR!
18.11.2011
CORDIAL INVITATION TO THE ARTIST TALK / HERZLICHE EINLADUNG ZUM ARTIST TALK
ARTIST TALK # 8
ASTRID KORNTHEUER: VON CHAOS UND GESTRÜPP
in Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst, eine Kooperation zwischen Universität Salzburg und Mozarteum
Am 24.11.2011 um 17Uhr
Adresse:
Universität Salzburg, Wissenschaft und Kunst
KunstQuartier / Atelier
Bergstr. 12
5020 Salzburg
Österreich
http://www.w-k.sbg.ac.at


07.11.2011

Herzlich willkommen in meinem Atelier in der basis, Gutleutstr. 8-12, Frankfurt/M, 2. Stock links!
Offene Ateliers in der Gutleutstraße 8 - 12 und Elbestraße 10 HH
Samstag, 19.11.2011, 14:00 - 21:00 Uhr
Sonntag, 20.11.2011, 14:00 - 18:00 Uhr
Vom 19. bis 20. November 2011 veranstaltet »basis« nun zum vierten Mal in Kooperation mit den städtischen Ateliers der Stadt Frankfurt und dem ATELIERFRANKFURT ein Wochenende der offen Ateliers.
Auch viele private Ateliers öffnen zu diesem Anlass ihre Türen. Über 200 Künstlerateliers können an diesen beiden Tagen in der Stadt besucht werden. In den beiden Häusern von »basis« in der Gutleutstraße 8 - 12 und in der Elbesraße 10 HH öffnen zu diesem Anlass wieder über 120 Künstler ihre Ateliers und Arbeitsräume für die Besucher. Zudem bietet »basis« auch diese jahr wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm an.
Programm bei »basis«:
Offene Ateliers in der Gutleutstraße 8 - 12 und Elbestraße 10 HH
Samstag, 19.11.2011, 14:00 - 21:00 Uhr
Sonntag, 20.11.2011, 14:00 - 18:00 Uhr
Führungen durch die Ateliers
Samstag, 19.11.2011
15:00 Uhr: Angewandte und freie Fotografie/ interdisziplinäre Projekte
17:00 Uhr: Positionen zeitgenössicher Malerei
19:00 Uhr: Neue Medien
Sonntag, 20.11.2010
15:00 Uhr: Angewandte und freie Fotografie/ interdisziplinäre Projekte
17:00 Uhr: Neue Medien
Treffpunkt jeweils im Foyer in der Gutleutstraße 8 - 12
http://basis-frankfurt.de/content/open-doors-2011
07.11.2011
CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION / HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG
2. Jahresausstellung ARTIST IN RESIDENCE
in der Galerie am Mozartplatz, Salzburg/Österreich
Eröffnung am Donnerstag, den 17.November 2011 um 19Uhr
Mit Arbeiten von Andrea Amenitsch,
Christine Binder,
Fiona Crestani,
Juliana Guger,
Stefan Heizinger,
Anna-Maria Hörfarter,
Katrin Huber,
Astrid Korntheuer und
Martina Stock
Einführung: Mag. Martina Greil und Dr. Anton Gugg
Ausstellungsdauer: 17.11. - 16.12.2011
Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag: 8.00 - 16.00 Uhr
Freitag: 8.00 bis 12.00 Uhr.
Adresse:
Galerie am Mozartplatz
Mozartplatz 5, 1. Stock
5020 Salzburg
Österreich

01.11.2011
CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION / HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG
TREFFPUNKT KUNST 7 im bauverein Darmstadt
Kuratiert von Konrad Hoppe
Eröffnung am Freitag, den 04.November 2011 um 19Uhr
Mit Arbeiten von Udo W. Gottlieb, Angela Tonner und Astrid Korntheuer
Einführung: Ulrich Meyer-Husmann
Ausstellungsdauer: 04.11. - 02.12.2011
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch und Donnerstag: 7.30 – 17.00 Uhr
Dienstag: 7.30 – 16.30 Uhr
Freitag: 7.30 Uhr – 12.30 Uhr
und nach Vereinbarung
Adresse:
bauverein Darmstadt
Siemensstraße 20
64289 Darmstadt


11.10.2011
CORDIAL INVITATION TO THE ARTIST TALK / HERZLICHE EINLADUNG ZUM ARTIST TALK
Im Rahmen der Ausstellung FISH WITH BROKEN DREAMS. Annäherungen an den Raum
in der Galerie Heike Strelow Frankfurt/M
findet am 27.10.2011 um 19:30Uhr ein ARTIST TALK mit mir statt.
Herzlich willkommen! Ich freue mich!
Adresse:
Galerie Heike Strelow
Hanauer Landstraße 52
60314 Frankfurt am Main
07.10.2011
One new text is now online: Janos Frecot about my series GLÖR (Deutsch, English, Français)
28.09.2011
From October 3rd to November 30th 2011 I will be artist in residence at Künstlerhaus Salzburg/Austria
http://www.stadt-salzburg.at
About the Artist in Residence Programme:
http://www.kultur-frankfurt.de
15.08.2011
CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION / HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG
FISH WITH BROKEN DREAMS. Annäherungen an den Raum
in der Galerie Heike Strelow Frankfurt/M
Eröffnung am Freitag, den 02.September 2011 um 19Uhr
Austellungsdauer: 02.09. - 29.10.2011
Öffnungszeiten:
Di - Fr 11 bis 18 Uhr,
Sa 12 bis 15 Uhr
und nach Vereinbarung
Adresse:
Galerie Heike Strelow
Hanauer Landstraße 52
60314 Frankfurt am Main
www.galerieheikestrelow.de
Mit Arbeiten von: Il-Jin Atem Choi, Jàchym Fleig, Astrid Korntheuer, Fiona Shaw, Susanne Windelen


Ankündigungstext der Galerie:
Zum Saisonstart zeigen wir eine Auswahl an Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern, die in ihrem Werk Fragen an den architektonischen Raum und dessen Bedingungen stellen. Der Raum als Referenzsystem gibt uns Anhaltspunkte zur Orientierung und Strukturierung unserer Alltagwelten. Doch was passiert, wenn dieses System ins Wanken gerät? „I ask can it be or do the eyes play tricks on me?“singt John Maus in seinem Song „Fish with broken dreams“, benebelt von der Konfusion, wenn Dinge aus dem Lot geraten zu sein scheinen. Durch die Konstruktion ungewohnter und in den Raum eingreifender Formen entstehen Irritationen. Das Verschieben von Wahrnehmungsmustern stört das Gleichgewicht und fordert den Betrachter auf, sich neu zu verorten.
In den Fotografien von Astrid Korntheuer wird der Raum durch das Setting der mannigfaltigen Formen und Farben – wie etwa bunte Bänder, Styroporplatten oder glitzernde Plastikfolien – bestimmt und fast gänzlich aufgelöst. Das Bezugssystem wird übersättigt von einer vordergründig chaotischen Komposition aus Asymmetrien und Überlagerungen, deren Dreidimensionalität sich im Tiefenrausch verwirkt. Die Emanzipation vom Raum äußert sich bei den Rauminstallationen vom Jáchym Fleig in ihrem invasiven Charakter.Im Widerspruch zur baulichen Anordnung haften seine Skulpturen wie Pilzwucherungen an Wänden, Regalen oder Decken. Schichtungen von Baustoffen befragen ihre eigene Zeitlichkeit genauso wie das Gleichgewicht und die Gliederung von der Architektur.
Der Stränge des Ausstellungsraumes zum Trotz halten die Metallobjekte von Fiona Shaw eine fragile Balance. Erinnernd an zerknüllte Papiere, bringen sie Materialität und verlorene Wunschträume in poetischen Einklang. Wie Susanne Windelen entwickelt die junge Britin Skulpturen, die Alltagsräume zitieren. Windelen dagegen beansprucht den gesamten Projektraum für ihre Installation. Wie im Raum verwoben leiten Metalldrähte, gehalten von aus der Wand greifenden Armen, den Blick in individuellem Rhythmus. Als komplimentierende Position der Ausstellung präsentiert Il-Jin Choi großformatige Tuschezeichnungen. Die Linie fungiert als raumgreifende Geste. Sie gewinnt in ihrer Einfachheit an Autonomie und strukturiert eine Oberfläche neu, scheint gar reliefartig auf dem weißen Papier oder der Wand zu vibrieren. Mit dieser Ausstellung präsentiert die Galerie fünf eigenständige künstlerische Positionen, die den Betrachter durch ihre tiefgründige Sinnlichkeit in den Bann ziehen.
08.06.2011
CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION / HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG
RONDORAMA
at RONDO Graz/Austria
June 16th, 2011at 19:00
Where:
RONDO Graz
4th + 5th floor
Marienplatz 1
A-8020 Graz
http://www.kulturservice.steiermark.at
Artists from nine countries present photography,
painting, woodblock prints, sculpture, architecture,
design,
conceptual art, installations, writing,
music and sound art.
With:
Luc Döbereiner,
Kate Howlett-Jones,
Katja Cruz,
Matthias Kronlachner,
Astrid Korntheuer,
Maryam Mohammadi,
Crystal O'Brien,
Mark Rumsey,
Tuuli Sundén-Uusimäki,
Jakraphun Thanateeranon,
Evalie Wagner,
WG3 studio,
Guest artists: Matthias Jäger,
KMKG STUDIO/,
Gerriet K. Sharma


21.04.2011
CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION / HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG
RÉCITS PHOTOGRAPHIQUES
at Immix Galerie Paris
Opening on may 5th 2011 at 7:30 p.m
Artists: Bruno Dubreuil, Astrid Korntheuer, Marion Roux, Herman Wendler
Exhibition: may 6th - 28th 2011
Opening hours: Monday - Friday 9a.m. - 10:30 p.m., Saturday 1p.m. - 10:30 p.m.
Adress:
Immix galerie
Espace Jemmapes
116, quai de Jemmapes
75010 Paris
France
http://galerie.immix.free.fr/

08.04.2011
HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG / CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION:
Ansichten VII -TRANSPARENTE BILDERWELTEN
kuratiert von Ulrich Meyer-Husmann, Mainz
im QuadrART Dornbirn
Eröffnung am Donnerstag, den 28. April um 19.00 Uhr
Einführung: Uta Belina Waeger, Ulrich Meyer-Husmann
Austellungsdauer: 28. April 2011 - 26. Juni 2011
Öffnungszeiten: Mi.-Fr. 17-19 Uhr
und nach Vereinbarung
Adresse:
QuadrART Dornbirn
Sebastianstr. 9
6850 Dornbirn,
Österreich
Ausstellende Künstler: Almuth Baumfalk (1962) Berlin,
Sandra Heinz (1962) Mainz,
Astrid Korntheuer (1979) Offenbach,
Siegfried Kreitner (1967) Essenbach/München,
Camill Leberer (1953) Stuttgart,
Pia Linz (1964) Berlin/New York,
Klaus Lomnitzer (1970) Frankfurt,
Mirjam Völker (1977) Leipzig


Ausgehend von zwei Objekten von Camill Leberer aus der Sammlung Erhard Witzel spannt die Ausstellung den Bogen von der Zeichnung, Druckgraphik, Malerei und Fotografie bis hin zur kinetischen Skulptur und zur Installation. Bei allen Unterschieden im künstlerischen Ansatz ist gemeinsames Charakteristikum der in der Ausstellung vertretenen Werke, dass Transparenz ein wesentliches Element darstellt.
In der politischen Diskussion wird Transparenz meist eingefordert im Zusammenhang mit dem Zustandekommen politischer Entscheidungen, die daran beteiligten Kräfte und Schritte offen zu legen, um sie nachvollziehbar und damit überprüfbar zu machen. Transparenz versteht sich so als ein grundlegendes Element von Demokratie.
Künstlerisch gesehen kann Transparenz auf zwei Ebenen verstanden werden, einmal vom Material her und zum anderen auf den Inhalt bezogen.
Bevorzugt werden Materialien, die durchsichtig und damit lichtdurchlässig sind und meist mehrschichtig angewandt werden, sodass daraus besondere (Farb-)Wirkungen resultieren. Glas, Plexiglas, Folie, Farbe, Stoff, Wachs. Sie werden zum Teil als Bildträger eingesetzt, in anderen Fällen - wie etwa beim Wachs - nehmen sie den Charakter von Haut oder Hülle an. Sie können in den Raum greifen und damit körperhaft angelegt sein und sind andererseits Werkstoffe, die sich gerade auf Grund ihrer diaphanen Struktur eher zurück nehmen, um - durchsichtig, durchscheinend - auf Anderes zu verweisen. Hinzu kommt die Wirkung von Licht, auch von optischen Überlagerungen, die zum Teil - wie in den kinetischen Skulpturen - durch Bewegung noch gesteigert werden. Insgesamt ist allen Arbeiten eine gewisse Leichtigkeit eigen.
Neben der besonderen Wirkung ergibt sich eine weitere Konsequenz. Durch die Materialwahl werden künstlerische Strategien offen gelegt und damit für den Betrachter nachvollziehbar.
Transparenz kann aber auch spezielle inhaltliche Auswirkungen haben, indem sich auf Grund der gewählten Materialien verschiedene Ebenen überlagern und dadurch neue Sinnzusammenhänge ergeben. Mehrschichtigkeit korrespondiert dann mit Komplexität bzw. Simultaneität und fängt damit ein Merkmal heutigen Lebens ein.
Andererseits bleibt trotz Transparenz ein Rest von Geheimnis. Selbst die Röntgenaufnahme entblößt uns nicht ganz. Vielleicht macht gerade dieser Rest den besonderen Reiz aus.
08.04.2011
Zwei neue Texte stehen nun online:
Wim Bosch (http://www.wimbosch.nl/): Natures Mortes (nederlands), anlässlich der Ausstellung TASTE MY PHOTONS, Noorderlicht Galerie Groningen/NL
Karin Weber (www.galerie-mitte.de): STORYTELLING, Rede zur Ausstellung von Astrid Korntheuer und Katrin Bäcker am
11.03.2011in DRESDNER SEZESSION 89 e.V. galerie drei
>> hier lesen
14.03.2011
From 01.04.2011 to 15.09.2011 I will be artist in residence at Atelier RONDO Graz/Austria
My new, temporary address:
Astrid Korntheuer
Atelier RONDO
Marienplatz 1/5/11
8020 Graz
Austria
http://www.kulturservice.steiermark.at
02.03.2011
HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG / CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION:
STORYTELLING
eine Ausstellung von Katrin Bäcker (Berlin) und Astrid Korntheuer (Frankfurt/Offenbach)
in der DRESDNER SEZESSION 89 e.V. galerie drei
Eröffnung am Freitag, den 11. März, 19.30 Uhr
Einführung: Karin Weber (Kunstwissenschaftlerin)
Ausstellungsdauer: 12. März bis 16. April 2011
Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 14 - 18.30 Uhr, Samstag 11 - 15 Uhr
Dresdner Sezession 89 galerie drei
Prießnitzstraße 43
01099 Dresden (Neustadt)


Gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt
Dresden.
02.03.2011
HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG / CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION:
Eröffnung am Donnerstag, den 10. März 2011 um 19Uhr
Austellungsdauer: 11.03. – 27.05.2011
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 10:00 – 17:00
Adresse:
Frankfurter KunstBlock
Hanauer Landstr. 139-143
60314 Frankfurt am Main
http://www.frankfurter-kunstblock.de/


Die Frühlingsausstellung im Frankfurter KunstBlock kreist um das Thema Wald, Natur und Veränderung. Der Titel ist dem Roman Holzfällen von Thomas Bernhard entlehnt. Der in Offenbach lebende Konstruktivist Herbert Aulich zeigt zauberhafte Fotografien, die in seinen malerischen Kosmos eingebettet sind. Die beiden Frankfurter Maler Joachim Raab und Richard Köhler setzen sich in ihren Arbeiten explizit mit dem Wald als Projektionsraum, Rückzugsort und Gegenwelt zum urbanen Kontext auseinander, kommen aber zu jeweils anderen Ergebnissen. Die Fotografien von Susanne Esche, die sich in einem Zyklus mit Blättern auseinandersetzt, und die von Astrid Korntheuer, die veränderte Landschaften untersucht, unterscheiden sich ebenfalls grundsätzlich und ergänzen sich doch auf anregende Weise. Dietz Eilbacher arbeitet seit vier Jahrzehnten an seinen außerordentlichen archaischen Plastiken und Skulpturen. Die beteiligten Künstler verbindet ein außerordentliches Naturempfinden, das sie in herausragende Kunst zu transformieren wissen.
24.02.2011
HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG / CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION:
TASTE MY PHOTONS
in der Noorderlicht Fotogalerie Groningen
Eröffnung am 05.03.2011 um 17Uhr
Austellungsdauer: 06.03. - 17.04.2011
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 12:00 - 18:00
Adresse:
Noorderlicht Fotogalerie
Akerkhof 12, Groningen, Niederlande
http://www.noorderlicht.com
With work by Ruth van Beek, Wim Bosch, Bert Danckaert, Elspeth Diederix, Eric Jan van de Geer, Michael John Whelan, Sabrina Jung, Astrid Korntheuer and Ingo Mittelstaedt.

Taste my photons...
Noorderlicht is known for its penetrating, socially engaged exhibitions. For Taste my photons... attention shifts to the photographic medium itself – in a most unexpected way. In this work by nine photographers from The Netherlands and other countries reality is so hemmed in that only an artificial and fragile construction remains. These are not images captured by the photographers, but rather made by them, where in an almost natural way photography enters into a cross-fertilisation with other media, including painting, installation art, video, serigraphy and sculpture. Here the aim is not to be true-to-life. The image is approached in the same way a painter approaches a canvas: a blank field where something can be brought about in a purposeful manner.
It was not all that long ago that photography was still seen as the modest handmaiden of journalists, scientists, travellers and family photographers. A photograph was first and foremost evidence of some event. Photography took a bite out of time and implicitly suggested both a before and an after, and therefore dramatic development. It was only in the 1980s that, following in the footsteps of pioneers such as Man Ray and Jan Dibbets, the boundary between documentary photography and visual art was definitively blurred, as the 1985 exhibition Fotografia Buffa in the Groningen Museum testified. The debate about of whether photography was art was superseded.
Since the digital revolution of the 1990s – as a result of which the amateur could take on the role of the journalist and news photographers surreptitiously began to give reality a helping hand – a new question has arisen: is this still photography? This question is also current in the domain of visual art, where painting and photography have grown toward one another in unforeseen ways.
In Taste my photons... there is only the here and now of the autonomous image. The apparently formal and abstract images do not give anything away easily; on the contrary, their feigned detachment invites the viewer into keener looking and discovery. Taste my Photons... is an argument for the profundity of the slow gaze. In this way the exhibition acts as a counterbalance to the everyday bombardment of images that we can only superficially penetrate.
About the curator
The artist and curator Wim Bosch, a resident of Groningen, graduated from the Minerva Art Academy in 1989, where he trained as a painter. Fifteen years ago he began to apply photography in his practice. The paint has disappeared, the photography has remained. In 1992 Bosch received a Royal Subsidy for Painting, and as a guest instructor has taught at art academies in The Netherlands and abroad. Although he normally keeps his work as a curator and artist separated, here he has provided insight into his choices for Taste my photons... by the addition of his own work.
February 2011
BOOK LAUNCH!
Die Fotogalerie Wien publiziert den Katalog IDENTITÄT / IDENTITY
Bild- und Textbeiträge von: Oreet Ashery, Hubert Blanz, Katharina Cibulka, Shahram Entekhabi, Gianmaria Gava, Conny Habbel, Orit Ishay, Peter Köllerer, Friedl Kubelka, Astrid Korntheuer, Trish Morrissey, Julia Müller-Maenher, Liza Nguyen, Natascha Stellmach, Tim Sharp, Oliver Ressler & Dario Azzellini, Christian Wachter
Text: Claudia Marion Stemberger
Katalog Werkschau Nr. 45: IDENTITÄT
Herausgeber: Fotogalerie Wien,
Format: 22x19cm, 144 Seiten,
ISBN 978-3-902725-30-1
Preis: EUR 19,00

mehr Informationen hier
January 2011
HAPPY NEW YEAR!
Preview for 2011:
Exhibition in: Dresden, Paris/F, Groningen/NL, Dornbirn/A, Frankfurt ..., Artist in Residence at Atelier RONDO, Graz/Austria
In preparation: new book publication with the editor Trademark Publishing, Frankfurt, supported by Stiftung Kunstfonds
... and much more ...
21.12. 2010
Rezension meines neuen Buches ASTRID KORNTHEUER im Magazin Stylepark
Blicke ins Dickicht der Dinge
von Nancy Jehmlich | 21. Dezember 2010

Alle Fotos: Dimitrios Tsatsas, Stylepark
hier gibt es noch mehr Bilder
Das Buch hat mich an eine alte Geschichte aus der Kindheit erinnert, an mein Sammelheft mit Staniolpapier. Ein unbenutztes Notenheft - sehr musikalisch bin ich bis heute nicht - diente mir als Aufbewahrungsort für ein paar empfindliche und mir sehr kostbare Folien, die zuvor hauptsächlich Osterhasen und Weihnachtsmännern aus Schokolade als Kleid gedient hatten. Jede Folie wurde sorgfältig entfaltet, mit dem Fingernagel geglättet und zwischen zwei Seiten aufbewahrt. Das Heft wurde mit jeder neuen Folie dicker, und mein Stolz wie bei jedem passionierten Sammler größer.
Astrid Korntheuer interessiert sich für Dickicht, Verwirrungen und Spiel. Und ihre Bilder erzählen Geschichten, sei es die Geschichte eines Festes oder der Versuch im Kinderzimmer eine Hütte zu bauen, um darin ins Peter-Pan-Land zu fliegen. Die Fotografien der ersten Serie zeigen Schnipsel, Reste und Fetzen von Lichterketten, Alufolien, Wellpappen, Glitzerfolien, also jede Menge chaotischer Materialvielfalt. Alles erscheint durcheinandergewirbelt, der Schwerkraft enthoben. Raumgrenzen verschwimmen, die Raumtiefe lässt sich nicht fassen. So entstehen überquellende Wimmelbilder ohne Zentrum und Orientierungsmöglichkeit.
Fünf fotografische Serien der Künstlerin sind in dem von Antonia Henschel einfühlsam gestalteten und von Trademark Publishing herausgegebenen Bildband versammelt. Großflächig und hauptsächlich auf der rechten Seite sind die Fotografien von Astrid Korntheuer auf zartem, leicht glänzendem Papier angeordnet. Jede Serie ist durch farbiges Papier von der nächsten Serie getrennt. Angefangen mit dem künstlichen Chaos der „Natures Mortes", die von hellgelben Seiten eingeleitet werden, über die Arrangements von „Storytelling" in hellrosa bis hin zu den Dickichtbildern „Paintings" in hellgrün.
Die Serie „Glör" beispielsweise zeigt einen temporären Zustand der Natur. Wildes Gestrüpp, Büsche, Gräser, kleine Bäume. In den Bildern fehlt der Horizont, wir sehen Natur ohne eine sichere Zukunft, abgelichtet in einer Mischung aus Tageslicht und dem Licht der aufkommenden Nacht, aufgenommen 23 Minuten nach Sonnenuntergang. Es sind ruhige und melancholische Bilder, die trotz des augenscheinlichen Durcheinanders, das sie wiedergeben, das Abgebildete nahezu komplett auflösen und zu einer gleichmäßigen strukturierten Masse verschmelzen lassen. Womit sie einen schönen Kontrapunkt zur Serie der „Natures Mortes" bilden, in der künstliches, aus Industrieprodukten erstelltes Gestrüpp den Blick fesselt.
Auch die Gestaltung des Buches schlägt einen Bogen von der äußeren Welt zu den inneren Bildern. Indem der lose Buchumschlag einen vergrößerten Ausschnitt des ersten Fotos aus dem Bildband zeigt, öffnet sich von Außen ein kleines Fenster in die Welt der Astrid Korntheuer. Der komplett bedruckte Einband gleicht Geschenkpapier und verhüllt das Buch wie ein kostbares Geschenk - eines voller Geschichten.
Astrid Korntheuer
Paperback, 160 Seiten, in Deutsch, Englisch und Französisch
Trademark Publishing, Frankfurt am Main, 2010
20 Euro
www.trademarkpublishing.de
03.11.2010

OPEN DOORS
Vom 20. bis 21. November 2010 veranstaltet »basis« nun zum dritten Mal in Kooperation mit den städtischen Ateliers der Stadt Frankfurt und mit dem ATELIERFRANKFURT ein Wochenende der offen Ateliers. Über 200 Künstlerateliers können an diesen beiden Tagen in der Stadt besucht werden.
In den beiden Häusern von »basis« in der Gutleutstraße 8 - 12 und in der Elbesraße 10 öffnen zu diesem Anlass wieder über 120 Künstler ihre Ateliers und Arbeitsräume für die Besucher. Zudem bietet »basis« erstmals in diesem Jahr ein umfangreiches Rahmenprogramm an.
Programm bei »basis«
Eröffnung der Open Doors 2010
Samstag, 20.11.2010, 14:00 Uhr, Gutleutstraße
Offene Ateliers in der Gutleutstraße 8 - 12 und Elbestraße 10
Samstag, 20.11.2010, 14:00 - 21:00 Uhr
Sonntag, 21.11.2010, 14:00 - 18:00 Uhr
Themenführungen durch die Ateliers
Samstag, 20.11.2010
15:00 Uhr: „Künstler erobern den öffentlichen Raum" mit Julia Kretschmer
16:00 Uhr: „Material und Oberfläche" mit Christin Müller
17:00 Uhr: „Was macht die Kunst? - Neue Ansätze des Konzeptuellen“ mit Stefan Vicedom
Sonntag, 21.11.2010
15:00 Uhr: „Ästhetisierung der Lebenswelt. Angewandte Positionen bei basis" mit Julia Kretschmer
16:00 Uhr: „Material und Oberfläche" mit Christin Müller
17:00 Uhr: „Was macht die Kunst? - Neue Ansätze des Konzeptuellen“ mit Stefan Vicedom
Treffpunkt jeweils im Foyer in der Gutleutstraße 8 - 12
Einkehr bei »basis« mit der FREITAGSKÜCHE
Samstag, 20.11.2010, 14:00Uhr – 21:00 Uhr
Sonntag, 21.11.2010, 14:00 Uhr – 18:00 Uhr
Verpflegung vor Ort und Lunchpakete für die Atelierbesucher
Open Doors Künstler - Treffen
Samstag, 20.11.2010, 21:00 Uhr – 00:00 Uhr
Alle an den Open Doors teilnehmenden Künstler und deren Freunde sind herzlich eingeladen, den Eröffnungstag gemeinsam ausklingen zu lassen. Für das leibliche Wohl sorgt die FREITAGSKÜCHE.
01.11.2010
Dienstag, 02.11.2010 um 16.30 h:
Fachvortrag von
Astrid Korntheuer
»Natur und Chaos«
Wo:
Frankfurter Akademie für Kommuniaktion und Design (AVA, Academy of Visual Arts Frankfurt)
Aula
Ostparkstr. 47-49
60385 Frankfurt/M
Oktober 2010
BUCH NEUERSCHEINUNG, BOOK LAUNCH!

Look at menu "publications"
14.09.2010
HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG / CORDIAL INVITATION TO THE EXHIBITION:

F/STOP 4. Internationales Fotografiefestival Leipzig 2010
Hauptshow: "Im Verborgenen"
Eröffnung:
Donnerstag, 23.September um 20 Uhr
Tapetenwerk,
Lützner Str. 91,
Leipzig
Austellungsdauer:
23. September bis 03. Oktober 2010
Öffnungszeiten und Programm:
s.h.: Termine
Wo:
Hauptshow: „Im Verborgenen“
Tapetenwerk,
Lützner Str. 91
Leipzig
Und:
Ringmessehaus (City)
Tröndlinring 9
Leipzig
Finalisten Wettbewerb „Nackt“
Paulaner Palais (City)
Klostergasse 3
Leipzig
http://www.f-stop-leipzig.de
Hauptshow "Im Verborgenen":
Clare Strand (GB),
Markus Uhr (CH),
Olaf Unverzart (D),
Wiebke Loeper (D),
Arnaud Maggs (CA),
Pinar Yolacan (TR),
Grit Hachmeister (D),
Thomas Kern (CH),
Peter Bialobrzeski (D),
David de Beyter (BE),
Ronald Brul (NL),
Thomas Xaver Dachs (D),
Nathalie Daoust (CAN), Johanna Diehl (D), Marina Gadonneix (F),
Eva Bertram (D),
Ditte Haarløv Johnsen (DK),
Todd Hido (USA),
Nicholas Hughes (GB),
Spring Hurlbut (KAN),
Arja Hyytiäinen (S),
Jakob Jensen (DK),
Richard Kern (USA),
Nils Klinger (D),
Pernille Koldbech Fich (DK),
Roman Korovin (LV),
Tobias Kruse (D), Andrej Krementschouk (RUS), Jonas Matauschek (D),
Emanuel Mathias (D),
Simon Menner (D),
Daniel Müller Jansen (D),
Martin Plüddemanns (D),
Maya Rochat (CH),
Michael Schnabel (D),
Igor Savchenko (BY),
Oliver Sieber (D)
Myne Søe-Pedersen (DK),
Mette Juul Søndergaard (DK),
Magda Stanova (SK),
Gitte Høtbjerg Hansen (DK),
Astrid Korntheuer (D)
Finalisten Wettbewerb „Nackt“
Maria Felixmüller, Andreas Wünschirs, Penny Klepuszewska, Florian Fischer, Tom Oliver Schneider, Michael Jahn, Barbara Proschak, Johannes Naumann, Meike Fischer, Timo Frank, Stefan Stark, Katrin Bemmann, Joachim Jakob, Isabelle Wenzel, Katrin Trautner, Laetitia Donval, Fred Hüning, Henriette Kriese
Klasse Peter Piller, HGB Leipzig,
Kurator: Jan Ketz
Markus Vogt,
Hayahisa Tomiyasu,
Marian Pascal Luft,
Julius Heinemann,
Normen Perke,
Sebastian Komnick,
Marta Pohlmann-Kryszkiewicz,
Yvon Chabrovski,
Christian Schellenberger,
Franziska Zacharias,
Nils Mollenhauer,
Jonas Matauschek,
Andi Kania
Jens Klein,
Antje Günther
23.08.2010
HERZLICHE EINLADUNG ZU DER AUSSTELLUNG / CORDIAL INVITATION TO THE OPENING
IDENTITÄT II: Identitätsstiftung
OREET ASHERY (IL/GB), HUBERT BLANZ (D/A), KATHARINA CIBULKA (A)
SHAHRAM ENTEKHABI (IR), ASTRID KORNTHEUER (D), TRISH MORRISSEY (IE)
Eröffnung: Montag, 30. August um 19.00 Uhr
Einleitende Worte: Claudia Marion Stemberger, Kunsthistorikerin
Ausstellungsdauer: 31. August – 29. September 2010
Wo:
F O T O G A L E R I E W I E N
Verein zur Förderung künstlerischer Fotografie und neuer Medien
Währinger Straße 59/WUK
A - 1090 Wien
Öffnungszeiten:
Di-Fr 14.00-19.00 Uhr
Sa 10.00-14.00 Uhr
Sponsored by: BMUKK, MA7-Kultur, Cyberlab
Patronanz: Alsergrund Kultur – Bezirksvertretung
Special Sponsor: Wiener Linien
„Was konstituiert Identität heute?“, fragt das kuratorische Team der Fotogalerie Wien anlässlich des Themenschwerpunkts für das Jahr 2010. Die dreiteilige Ausstellungsserie fokussiert Identität er Gegenwart in ihrer vielfältigen wie prozessualen Gestalt, ebenso wie die gezeigten künstlerischen Positionen die gleichsam unabschließbaren und vor allem uneindeutigen Facetten der Identitäten heutiger spätmoderner Subjekte widerspiegeln: Die KünstlerInnen visualisieren, wie die miteinander verwobenen Ausformungen personaler und kollektiver Identitäten zwischen Selbst- und Fremdbestimmung paradox changieren.
Das Themenfeld der zweiten Ausstellung, IDENTITÄT II: Identitätsstiftung, hinterfragt die ambivalenten Interpretationsmodelle der Identitätsstiftung, die je nach Kontext zwischen Identifikation und Ideologisierung divergieren: Kollektive Identität ist nach Jan Assmann immer nur „so stark oder so schwach, wie sie im Denken und Handeln der Gruppenmitglieder lebendig ist […]“. Sie ist Ausdruck dessen, was Personen an einheitlichen Selbst- und Weltbeschreibungen miteinander verbindet und auf welche Weise sich Individuen damit identifizieren.
Identitätsstiftung gerät jedoch unter Ideologieverdacht, sobald sich in Gesellschaften die Annahme kultureller Homogenität oder geschichtlicher Kontinuität abzeichnet. Der manipulative Gebrauch des Identitätsbegriffs zur Stiftung einer symbolischen Einheit zeigt, wie dieser zur Konstruktion von Großgruppen instrumentalisiert wird. Solche Universalisierungstendenzen entlarven sich als normierende Suggestion, welche die begriffliche Verwandtschaft von Identität mit Autonomie umso bedeutsamer erscheinen lässt.

Oreet Ashery |

Hubert Blanz
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Nicht nur Identität, auch Identitätskonstruktion reflektiert Oreet Ashery in ihrer Intervention in Delhi: Für Portrait Sketch (2006) kleidet sich Ashery zunächst als jüdischer Mann und lässt sich von einem Straßenkünstler ein Portrait anfertigen. Noch am selben Tag erscheint sie dort erneut, mit Palästinensertuch, und verlangt wiederum ein Portrait. Asherys performative Intervention bedeutet nicht nur ein „cross-cultural dressing“, das sich der Stereotype des Judentums und des Islam bedient, sondern ebenso eine Konfrontation mit Geschlechteridentitäten.
Auch Can I Join You Just This Once? (2007) wirft ein Schlaglicht auf religiös getriggerte Geschlechterdifferenzen, als Ashery bei einer Demonstration anti-zionistischer orthodoxer Juden in London aufgefordert wird, sich aufgrund ihres (weiblichen) Geschlechts von der Gruppe zu entfernen.
Hubert Blanz entwickelt seine Arbeit public tracks (2010), die im Rahmen des European Month of Photography 2010/2011 bei Mutations III. Public Images – Private View erstmals ausgestellt wird, für die Fotogalerie Wien zu einer Audio-/Videoinstallation weiter. Ausgehend von einer beliebigen Person auf Facebook verknüpft Blanz zunächst die Namen der Kontakte zu einem zweidimensionalen Netzwerk. Indem der Künstler dieses nun für die Audio-/Videoinstallation in die Dreidimensionalität überträgt, navigieren die BetrachterInnen durch das digitale Netzwerk. Anders als virtuelle Identitäten, wie in Second Life oder Chat-Foren, enthalten Identitäten in Facebook durchaus authentische Aspekte. Dieser virtuelle Raum als Spielwiese alternativer Identitätsentwürfe darf daher nicht als Verfremdung einer realen Identität oder als Täuschungsmanöver interpretiert werden, sondern versteht sich als Mittel der Selbsterkundung, wirkt sich doch eine virtuelle Identitätserfahrung auf das reale Identitätserleben aus.

Katharina Cibulka |

Shahram Entekhabi
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Katharina Cibulkas Videoinstallation GETTING MY NAME UP THERE (2009/2010) konfrontiert die BetrachterInnen mit einem Reality Check, der weder als Scheitern noch als Dokumentation missverstanden werden darf. Zehn Jahre nach ihrem Film fireflies (1999) befragt Cibulka fünf Musikerinnen erneut nach ihren Lebensträumen. Doch nun löst die Künstlerin den biografischen Erzählstrom von den Bildern – eine Irritation, die bei den BetrachterInnen nicht notwendigerweise Verwirrung auslöst, sondern die fortlaufende Variabilität von Identität markiert.
Cibulkas Videoarbeit stressed out (2006) ist eine Aneignung der Performance Waiting (1972) von Faith Wilding. Während Wildings Zeitbezug als Kritik an Vorstellungen von linearen Identitätsentwürfen im Kontext von Erik Eriksons Stufenmodell psychologischer Entwicklung gelesen werden kann, spricht Cibulkas Bezug zur Gegenwart davon, wie das heutige selbstbestimmte Identitätsmodell durchaus zweischneidig erlebt wird: „Stressed out about not knowing what to want, what to choose“, lautet eine Textzeile.
Shahram Entekhabis Augenmerk gilt häufig der Hinterfragung von kulturellen und geschlechtsspezifischen Identitäten. Seine Figuren migrantischer Doppelgänger exponieren prototypische männliche Identitäten und die damit verbundenen Klischees. In seinen drei performativen Videoarbeiten Mehmet, Mladen, und Miguel (2005) finden besonders die Einflüsse medialer Stereotypisierungen auf die Zuschreibungen kultureller ebenso wie männlicher Identität Berücksichtigung. Nicht nur seine eigene, migrantisch geprägte Identität steht dabei im Zentrum, sondern vor allem zahlreiche ‚fremde‘ kulturelle Identitäten, die der Künstler humorvoll überzeichnet. Entekhabi pointiert das Aggressionspotential von und gegen MigrantInnen und verweist gleichzeitig auf die (negative) mediale Instrumentalisierung von Lebenswelten der ‚Anderen‘.

Astrid Korntheuer |

Trish Morrissey |
In ihrer Serie Sammlungen (2007/2008) zeigt Astrid Korntheuer bizarre Arrangements von Alltagsobjekten, die von PrivatsammlerInnen in winzigen Privatmuseen ausgestellt werden. Jenseits des dokumentarischen Aspekts von Korntheuers Fotografien lässt die Fülle der inszenierten Objekte den einzelnen Schlumpf oder Fußball-Fanartikel zugunsten eines unfreiwilligen Wandteppichs in den Hintergrund treten. Was wie eine Wunderkammer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts anmutet, verschafft Gegenständen, die einen Ausdruck von Alltagskultur vermitteln, mithilfe des laienhaften Ordnungssystems eine neue Relevanz. Indem die Hobby-SammlerInnen den Gegenständen retrograd eine besondere Bedeutung zuschreiben, vermag deren subjektive Reihung für eine Gemeinschaft Sinn und auch Identität zu stiften.
Für ihre performative Serie Front (2005–2007) führt Trish Morrissey die Indexikalität des Mediums der Fotografie mit dem anzweifelbaren Realitätsversprechen von Familienportraits zusammen. An den Stränden von Großbritannien und Australien tauscht die Künstlerin in (ihr unbekannten) Familien- und Freundesgruppen mit einer weiblichen Person, zumeist der Mutter, die Rolle. Erst der serielle Charakter von Morrisseys vermeintlichen Schnappschüssen entlarvt die zunächst ‚unauffällig‘ wirkende Künstlerin gleichsam als Kuckuck, der die Grenzen zwischen ‚eigenem‘ und ‚fremdem‘ Familiennest überschritten zu haben scheint: Die familiären Rollenbilder geraten ins Wanken.
Pressetext: Claudia Marion Stemberger
IDENTITY II: Forming Identity
OREET ASHERY (IL/GB), HUBERT BLANZ (D/A), KATHARINA CIBULKA (A)
SHAHRAM ENTEKHABI (IR), ASTRID KORNTHEUER (D), TRISH MORRISSEY (IE)
Opening: Monday, 30 August at 7:00 p.m.
Introduction: Claudia Marion Stemberger, Art Historian
Exhibition: 31 August – 29 September 2010
F O T O G A L E R I E W I E N
Verein zur Förderung künstlerischer Fotografie und neuer Medien
Währinger Straße 59/WUK
A - 1090 Wien
“What constitutes identity today?” is one of the questions posed by the curatorial team at Fotogalerie Wien in the context of the annual Theme of Focus for 2010. The three-part exhibition series focuses on the issues of identity at present, in its multi-faceted and processual form. It includes presenting artistic positions who mirror the inconclusive and, more particularly, the ambiguous aspects of identity of today’s late modernist subject: The artists visualize how the interwoven formation of personal and collective identities paradoxically oscillate between internal and external determinations of the self.
The topic of the second exhibition, Identity II – Forming Identity, questions ambivalent models of interpreting the formation of identity, that, depending on the context, vary between identification and ideologization: According to Jan Assmann, collective identity is only “as strong or as weak as it is alive in the thoughts and actions of the group members […]”. It is the expression of that which connects people to each other through homogeneous self- and cultural identifiers and is how individuals identify themselves.
The forming of identity however, becomes suspect of being ideology as soon as it begins to delineate the adoption of cultural homogeneity or historical continuity. The manipulative use of identity to form a symbolic entity shows how it can be instrumentalized for the construction of larger groups. Such universalizing tendencies reveal themselves as a normative suggestion, thereby manifesting the affiliation of identity with autonomy even more significantly.
Oreet Ashery reflects not only upon identity, but the construction thereof in her intervention in Dehli: For Portrait Sketch (2006), Ashery initially dresses up as an Orthodox Jewish man and has her portrait drawn by a street artist. On the same day, Ashery returns, this time wearing a keffiyeh and requests a portrait once again. Ashery’s performative intervention is not only a “cross-cultural dressing” operating with the stereotypes of Judaism and Islam, it is also a confrontation with gender identities.
Can I Join You Just This Once? (2007) also casts the spotlight on religiously triggered gender differences as Ashery is demanded, because of her gender, to leave the demonstration of a group of anti-Zionist Orthodox Jews in London.
Hubert Blanz further developed his work public tracks (2010), which will be exhibited for the first time during the European Month of Photography 2010/2011 in Mutations III. Public Images – Private View, into an audio/video installation for the Fotogalerie Wien. Using a random person on Facebook as a starting point, Blanz connects the names of the person’s contacts forming a visual two-dimensional network. By transferring the resulting network into three dimensions for the audio/video installation, the viewer navigates through the space of the digital network. Unlike virtual identities in, for example, Second Life or chat forums, the identities on Facebook are composed of authentic aspects. This virtual space as a playground to try out alternative identities should therefore be interpreted neither as the disassociation of real identity nor as a deceptive maneuver. Rather it should be understood as a means to self-exploration. After all, a virtual identity experience has an impact on identity experienced in the real world.
Katharina Cibulka’s video installation GETTING MY NAME UP THERE (2009/2010) confronts the viewer with a reality check, that should not be misunderstood as the examination of failure nor as a documentary. Ten years after her first film fireflies (1999), Cibulka surveys five women musicians about their life dreams. Yet now the artist disassociates the biographical narrative from the images – an irritation that does not necessarily generate confusion, but rather marks the constant variability of identity.
Cibulka’s video stressed out (2006) is an appropriation of Faith Wilding’s performance Waiting (1972). While Wilding’s reference to time can be read as a critique on concepts of linear identity in the context of Erik Erikson’s model of psychological development, Cibulka’s reference to the present speaks of today’s self-defined model of identity, that is experienced as two-edged: “Stressed out about not knowing what to want, what to choose“, reads one of the lines of text.
Shahram Entekhabi’s attention is often drawn to questions of cultural and gender-specific identities. His migrant doppelganger characters expose prototypical masculine identities as well as their associated clichés. In his three performative video works, Mehmet, Mladen, and Miguel (2005) especially the influences of media stereotyping on the attributes of cultural and masculine identity are considered. The focus is thereby not only on the artist’s own migrant background, but includes numerous “foreign” cultural identities, that the artist humorously exaggerates. Entekhabi emphasizes the potential of aggression, of and against migrants and at the same time, his work points out the (negative) media instrumentalization of the lifeworld of the “other”.
In her series Sammlungen (or Collections) (2007/2008), Astrid Korntheuer’s photographs depict bizarre arrangements of everyday objects that are exhibited by private collectors in small private museums. Beyond the documentary aspect of Korntheuer’s photographs, the single Smurf or football fan item disappears into the background, instead showing an involuntary tapestry woven from an abundance of staged objects. What appears to be a cabinet of curiosity of the second half of the 20th century demonstrates, with the help of an amateur classification system, the newly gained relevance of objects that transport the expression of everyday culture. Since hobby collectors attribute retrograde a special significance to objects, their subjective categorization provides a community a certain sense and contributes to the formation identity.
For her performative series Front (2005–2007), Trish Morrissey merges the indexicality of the medium of photography with the disputed credibility of family portraits. On the beaches of Great Britain and Australia, the artist switches roles with a woman, usually the mother of a family, at times the woman member of a group of friends, both still strangers to the artist. Only the serial character of Morrissey’s supposed snapshots then reveals the initial ‘inconspicuousness’ of the artist, who as a cuckoo, appears to cross the boundaries of the ‘own’ family nest to the family nest of ‘strangers’: Familiar role models become unstable.
Press release: Claudia Marion Stemberger
23.08.2010
CORDIAL INVITATION to the group show:

OSTRALE 2010


OSTRALE Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste 27.8. - 19.9. 2010 Dresden
Eröffnung:
27. August, 18 Uhr
Öffnungszeiten:
27.August - 19. September 2010
Dienstag - Donnerstag: 11 - 20 Uhr
Freitag und Samstag: 11 - 22 Uhr
Sonntag: 11 - 20 Uhr
Montag: Ruhetag
Mit:
Künstlerliste
Wo:
OSTRALE
Zentrum für zeitgenössische Kunst
Messering 8
D-01067 Dresden
15.08.2010
MISSY MAGAZINE OUT NOW!

Darin: Meine Fotografien der Serie STORYTELLING sowie ein Interview mit mir.
Seiten 25 - 32
15.08.2010
ONE MORE EXHIBITION THIS WEEK:

MEMENTO
Eröffnung:
Freitag, 20. August 2010 um 19 Uhr
Austellungsdauer:
21. August bis 26. September 2010
Öffnungszeiten:
Di bis So 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung
Wo:
Kunstverein Friedberg e.V.
Haagstr. 16, 61169 Friedberg
www.kunstverein-friedberg.de
In der Zeit vom 21. August bis zum 26. September 2010 zeigt Kunstverein Friedberg eine Gruppenausstellung junger künstlerischer Positionen zum Thema Archiv.
Bereits seit den 1960er Jahren ist eine kritische Haltung gegenüber archivarischen Prozessen seitens der Kunst- und Kulturschaffender zu beobachten. Die intellektuelle und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema hinterfragt nicht nur Hierarchien der Wissens- und Gedächtnisproduktion, sondern gestaltet alternative Formen archivarischer Praxis und betont dadurch die Relevanz des Archivs innerhalb zeitgenössischer Diskurse.Bis heute haben Fragen nach den Funktionsweisen des Archivs nichts an ihrer Dringlichkeit eingebüßt. Einerseits beobachten wir seit den 1990er Jahren die Problematisierung digitaler Speichermöglichkeiten und ihrer Auswirkungen auf der theoretischen Ebene. Auf der anderen Seite treten Fragestellungen nach dem „Status des Bildes“, den „Implikationen kuratorischer Arbeit“ und schließlich der „Konstitution des Raumes“ (Beatrice von Bismarck) in den Vordergrund künstlerischer Reflexionen.
Die Arbeiten der ausgestellten Künstler nähern sich dem Themenfeld des Archivs aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Ausstellung soll einen fragmentarischen Einblick in die Materie geben und die Betrachter zur kritischen Auseinandersetzung anregen.
Nora de Baan (Schweiz) beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Medium des Films. In den Räumen des Kunstvereins zeigt sie eine Installation, in deren Vordergrund nicht die magische Wirkung einer Filmprojektion, sondern die zerbrechliche Materialität des Zellulloids und seine objekthafte, skulpturale Wirkung stehen. Begleitet wird die Installation von einer Videoarbeit, die Nora de Baan für dieses Ausstellungsprojekt produziert.
Astrid Korntheuer dokumentiert in ihrer Fotoserie „Sammlungen“ (2007-2008) private wie öffentliche Kollektionen von Gegenständen, die in ihrem akkumulativen Aufbau an das Konzept der Wunderkammer im 16. Jahrhundert denken lassen. Dieses Modell gilt als Vorläufer heutiger Museen, gleichwohl sich die Formen des Sammelns, Bewahrens und der Vermittlung erheblich geändert haben.
In der Installation „Techno Transmitter I-III“ (2009) eröffnet Marc Nothelfer eine rückblickende Perspektive auf die utopische Dimension der Technoszene der 1990er Jahren.
Schließlich präsentiert Simon Schäfer in seiner Arbeit „Bibliothek“ (2007) ein stummes Archiv, dessen Wirkung sich allein in der visuellen und räumlichen Wahrnehmung der Betrachter entfalten kann.
Am Eröffnungsabend wird die Schweizer Musikerin und Stimmvirtuosin Joy Frempong (http://www.myspace.com/oyrempong) in Zusammenarbeit mit Nora de Baan die Besucher mit einer Soundperformance begeistern, die live aufgezeichnet und später während der Ausstellung abgespielt wird.
Der Kunstverein Friedberg ist um aktive Kunstvermittlung bemüht. Über die Produktion eines die Ausstellung begleitenden Kataloges, welcher dem Besucher einen tiefergehenden Einblick in die Thematik ermöglichen soll, werden im Rahmen des Programms „Unterricht mal anders“ Klassen- und Gruppenführungen zu der Ausstellung angeboten und weiterführendes Informationsmaterial für Lehrende zur Verfügung gestellt.
Mit freundlicher Unterstützung von:
09.08.2010
CORDIAL INVITATION to the group show:

»Feeding the World«
Sommerausstellung 2010
Eröffnung
Dienstag, 17. August 2010, 19:00 Uhr
Ausstellung:
Mittwoch, 18.08.2010 bis Sonntag, 12.09.2010
Wo:
basis e.V.
Gutleutstraße 8-12
60329 Frankfurt am Main
Mit:
Isabel Albrecht, Verónica Aguilera, Valentin Beinroth, Nicolaj Dudek, Wiebke Grösch, Özlem Günyol, Florian Jenett, Stefanie Kettel, Sandra Kranich, Astrid Korntheuer, Levent Kunt, Mustafa Kunt, Frank Metzger, Nashun Nashunbatu, Stefanie Pretnar, Katharina Schücke, Oliver Voss
Kuratiert von Ludwig Seyfarth
Künstler bewegen sich in mehreren Räumen. Sie arbeiten im Atelier, oft bis spät in die Nacht hinein, sie gehen nach draußen und zeigen ihre Kunst in Ausstellungen, sie setzen sich mit den Städten auseinander, in denen sie leben, oder mit ganz anderen Orten, denn sie reisen viel und weit.
Wer in den eigenen vier Wänden vor sich hinbrütet, kommt manchmal auf merkwürdige Gedanken, die er besser nicht in die Tat umsetzt. „Tauben vergiften im Park“ war solch eine Idee, die der Wiener Liedermacher Georg Kreisler 1958 mit ironischer Bösartigkeit textete und vertonte. Aber auch Futter, das nicht kontaminiert ist, darf das Atelier eigentlich nicht verlassen. Denn Wiebke Grösch und Frank Metzger wurde es nicht gestattet, an der Frankfurter Konstablerwache durch fliegende Händler Taubenfutter an die Passanten verteilen zu lassen. Auch auf dem Markusplatz in Venedig ist das Füttern der Vögel, das fast zum obligatorischen Touristenprogramm gehörte, seit 2007 aus hygienischen Gründen verboten. Spiegelt sich im Umgang mit ihren gefiederten Bewohnern nicht auch ein grundsätzliches Verständnis der Stadt und ihrer öffentlichen Räume?
Der oft widerständigen Realität des „Draußen“, das die diesjährige Berlin-Biennale programmatisch beschwor, steht der imaginierte Raum gegenüber, wie er sich auf den großformatigen Gemälden des aus der inneren Mongolei stammenden Nashun Nashunbatu findet. In der Weite der Landschaft, deren fast meditative Ruhe durch Feuersbrünste oder andere Naturereignisse unterbrochen wird, verbindet der Maler eigene Kindheitserinnerungen mit der chinesischen Bildtradition und Einflüssen der europäischen Landschaftsmalerei.
Die imaginierte Landschaft fungiert wie ein Spiegel der Seele, aber ihre Einheit ist eine fingierte. Landschaftsbilder waren schon Collagen, längst bevor es diesen Begriff gab, und sind es deutlich bei Stefanie Kettel, wo Bergansichten, wie wir sie auf Ansichtskarten finden könnten, unvermittelt neben abstrakten, kristallinen Formationen stehen.
Woher kommen die Bilder? Oder ist nicht die bessere Frage: Was ist aus dem geworden, was ins Bild gesetzt wird? Nicolaj Dudek ist ein Zeichner, der wie ein Seismograph auf die visuelle Umwelt reagiert, sie gleichsam auf subjektive Weise kartographiert, den Blick auf überraschende Details lenkt oder die gezeichneten Motive bisweilen auch wie Phantombilder wieder verschwinden lässt.
Özlem Günyol und Mustafa Kunt lassen die objektive Kartographie gleichsam implodieren, indem sie die Umrisse aller Länder der Welt übereinander zeichnen. Auch alle 246 existierenden Nationalflaggen liegen aufeinander und ergeben ein einziges Bild. Das sind gleichsam Phantombilder der Globalisierung, deren für viele Menschen unüberwindbare Grenzen sich hier zumindest imaginär aufzulösen scheinen.
Eine gänzlich neue Vermessung der Welt nimmt Valentin Beinroth vor. Er spielt systematisch die Möglichkeit durch, dass Maßverhältnisse ganz anders festgelegt sein könnten als in den existierenden Normen, die ja bereits unterschiedlich sind, wie schon die Differenz zwischen Zentimetern und Inches zeigt. Ein vergrößerter Referenzwürfel der NASA ist auf die älteste bekannte Maßeinheit der Welt, die Nippur-Elle, bezogen. Auf Neuvermessungen wirtschaftlicher Transportwege spielt ein wie ein asiatischer Paravent aufgestelltes Objekt an, das auf beiden Seiten mit dem Abbild je eines Seefrachtcontainers bemalt ist. Die Beschriftung mit den Namen der in Hongkong und Taiwan ansässigen Reedereien ist auf den Containern übermalt und nur noch zu erahnen.
Wir sehen ausschließlich geometrische Formationen. Oder sehen wir doch etwas anderes? Sind die Dreiecke auf Sandra Kranichs Aquarellen und ihre Anordnung Ergebnis eines immanenten Kalküls oder sind sie einer äußeren Realität abgelesen und dann isoliert ins Bild gesetzt? Was hier offen bleibt, ist bei Katharina Schücke Ergebnis einer systematischen Recherche. Die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem architektonischen Erbe der DDR, speziell mit den Bauten Josef Kaisers um die Berliner Karl-Marx-Allee herum, findet einerseits in Form fast zur Unkenntlichkeit bearbeiteter Fotografien statt. Zum anderen thematisiert Schücke die Konfrontation architektonischer Geschlossenheit mit dem Bedürfnis nach Öffnung und Durchlässigkeit. Für die Zeit der Ausstellung steht ihr Atelier offen, denn die ausgehängte Tür ist Bestandteil ihrer Installation geworden.
Die kreisrunde Neonröhre von Levent Kunt könnte, für sich genommen, ein selbstgenügsames Lichtobjekt in der Tradition von Dan Flavin sein. Aber auch hier ist die Abstraktion eine reduzierte „Übersetzung“, nämlich eines Turnreifens von 1,80 Durchmesser. Kunt hat in Paris einen Straßenkünstler beobachtet, der mit dem Reifen die Touristen unterhält, was auf fünf lehrbuchartigen Umrisszeichnungen dargestellt ist.
Die Bücher, die Oliver Voss im Regal stehen hat, sind neben der Musik eine der wichtigsten Inspirationsquellen für seine Kunst. Kann man auf einer Fotografie die Titel noch identifizieren, sind auf einem Gemälde die Buchrücken zu schwarzen, gestischen Balken geworden. Die „gelöschte“ Information führt zu einem abstrakten Bild.
Auf den Röhrenmonitoren, die in Florian Jenetts Installation rücklings auf dem Boden liegen, ordnen sich ganz andere Informationen zu abstrakten seriellen Mustern. Es handelt sich um Werbebanner, die auf über 9000 internationalen Newsportalen im Internet laufen. Eine spezielle Software lädt solche Banner kontinuierlich live herunter, so dass trotz des Zufallsprinzips ein vielfältiges Bild dessen entsteht, was weltweit an einem bestimmten Zeitpunkt beworben wird – auch ein Phantombild der Globalisierung.
Ein anschauliches Bild der unmöglichen „Rückübersetzung“ des digitalen Geldverkehrs in physische Erfahrbarkeit liefert Jenett mit einem gewöhnlich für Bauschutt, Sand oder Kies verwendeten FIBC-Sack. Er ist mit einer Tonne Eurocents gefüllt, was dem angesichts des Gewichts vergleichsweise bescheidenen Gegenwert von 4347,82 Euro entspricht. Früher gab es einen Witz über die internationale Anpassung der polnischen Währung: ein Pfund Sterling = ein Pfund Zloty.
Eine Reflektion des Digitalen im analogen Material stellen auch die Bilder Isabel Albrechts dar. Fotografische Ausgangsmotive, etwa der Kelch einre Blume, lösen sich in einem Raster aus Grautönen so stark auf, dass fast der Eindruck der Monochromie entsteht und gleichzeitig ein Trompe-l’oeil-Effekt: Aus der Distanz wirkt wie ein Steck- oder Paillettenbild, was sich aus der Nähe als sorgfältig gemalt entpuppt.
Den Eindruck von Trompe-l’oeil-Bildern können auch Astrid Korntheuers Fotografien erwecken. Die komplexen bunten Arrangements aus Papieren, Schnüren und diversen Materialien bilden ein fast undurchdringliches Gewirr, das auch bei längerem Hinsehen keine klare räumliche Orientierung erlaubt, aber eine sorgfältige kompositorische Ordnung offenbart.
Von der Fülle in die Leere: Fünf trostlose Schulhöfe führt Verónica Aguilera in einer Videoinstallation vor. Dass wir uns in Spanien befinden und nicht beispielsweise in der Region Frankfurt, wäre für Uneingeweihte ein ähnliches Ratespiel wie bei der Arte-Sendung „Carambolage“, wo es herauszufinden gilt, ob ein bestimmtes Motiv in Deutschland oder in Frankreich aufgenommen wurde. Die lautstarken Sirenen, mit der die Schüler zum Unterricht zurückgerufen werden, klingen für hiesige Ohren allerdings ungewohnt und wie ein Probealarm. Es sind nämlich gar keine Kinder auf dem Hof, die Aufnahmen wurden während der Sommerpause gemacht.
Stefanie Pretnar und Johanna Bieligk sorgen dafür, dass es nicht nur im Sommer Pausen geben kann und beschreiben ihr Konzept selbst folgendermaßen: "Die raumgreifende Arbeit »BENEFITS IN KIND (FÜR MICH, FÜR MEINE FREUNDE)« hält den Ausstellungsbetrieb auf, hält die Künstler von "basis" ab vom Kunst machen. Eingeladen wird zu Reflexion, Motivation und Wachsamkeit über den Konsum von Kaffee. Die Pause erhöht den Herzschlag. Durch die kontinuierliche Tätigkeit der "Bartenders" wird ein Programm geschaffen, welches über den Eröffnungsabend hinausreicht."
Wenn es der Kunst gelingt, immer wieder für produktive Unterbrechungen zu sorgen, immer wieder anschauliche Metaphern zu liefern, oder anders ausgedrückt, neue Blickwinkel auf die Komplexität der heutigen Welt zu öffnen, ist sie ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel und auch ein wirksames Gegengift gegen Weltbilder, denen der von Robert Musil beschworene Möglichkeitssinn verloren gegangen ist.
Zusätzlich zur kuratierten Ausstellung stellen die bei »basis« arbeitenden Kreativen sich und ihre Arbeit in Form eines Plakat-Zeitungsprojektes vor. Hierzu gestalten die Teilnehmer A1 Plakate, die an die Wände des Ausstellungsraums plakatiert werden. Zudem werden die einzelnen Plakate zu einem Magazin zusammengestellt, das in der Ausstellung zur Ansicht bereit liegt und von den Besuchern mitgenommen werden kann.
Mit freundlicher Unterstützung von:


11.06.2010
CORDIAL INVITATION to the group show:
"GLAUBEN, DASS ... "
Opening on june 18th, 7p.m.
Where:
SHEDHALLE Tübingen
Schlachthausstr..13
72074 Tübingen
Exhibition: june 18th - july 25th 2010
Welcoming speech: Daniela Rathe, Leiterin Fachbereich Kultur der Universitätsstadt Tübingen
Introduction: Dr. Eva-Maria Froitzheim, Leiterin der städischen Galerie Böblingen
Mit:
Irena Paskali, M.Grazia Sacchitelli, Yvonne Anders / Stefanie Schröder, Astrid Korntheuer, Christine Kummer, Edgar Braig, Anton Höger, Mona Hakimi-Schüler, Roma Messmer, Malte Lück, Isabell Kamp, Paula Döpfner, Stanislav Buban, Andrea Blumör, G.W.Feuchter, Anne Janoschka, Sebastian Lingstädt, Kirsten Krüger, Susanne Laufer, Bertold Grether, Helen Acosta Iglesias


30.05.2010
CORDIAL INVITATION to my solo exhibition NATURES MORTES - STORYTELLING
Opening: Tuesday, june 8th 2010, 7p.m.
Exhibition: june 8th - july 2nd 2010
Where:
École Nationale Supérieure d'Architecture de Paris-La Villette (ENSAPLV), salle d'exposition
144, avenue de Flandre
75019 Paris
France



With friendly support of: Office franco-allemand pour la Jeunesse/Deutsch-Französisches Jugendwerk
26.04.2010
HERZLICHE EINLADUNG zu meiner Einzelausstellung NATURES MORTES!
Eröffnung: Donnerstag, der 6. Mai 2010 um 19Uhr
Ausstellungsdauer: 6.-20.Mai 2010
Wo:
basis Frankfurt e.V.
Elbestraße 10
60239 Frankfurt/M
Öffnungszeiten:
Donnerstag, Samstag, Sonntag 17-19Uhr und nach Vereinbarung (069 82 36 41 15)


18.02.2010
Das Architekturmagazin GENERALIST No. 2 mit dem Titelthema RESEARCH erscheint heute!
Darin abgebildet: Meine Serie WALDINTERIEURS / FOREST INTERIORS auf den Seiten 6 - 17.
Mehr Informationen zu der aktuellen Ausgabe finden Sie hier: GENERALIST
Und hier der PREVIEW des Magazins

05.02.2010
Meine neuen Arbeiten NATURES MORTES sind nun online zu sehen!
09.12.2009
AUSSTELLUNG - OFFENES ATELIER
Anlässlich des Artist in Residence Stipendiums von Astrid Korntheuer und Diana Righini
Am Mittwoch, den 16.12.2009 um 18Uhr
Wo:
Galerie d'art contemporain, LA BOX
9, rue Édouard-Branly
18000 Bourges, Frankreich
http://box.ensa-bourges.fr

04.12.2009
PRÄSENTATION
In den verganenen drei Monaten hatte ich einen Lehrauftrag für Fotografie an der École supérieure nationale d'art (ENSA) in Bourges/Frankreich. Am kommenden Mittwoch, den 09.12.2009 um 19 Uhr zeigen die Studenten meines Kurses nun ihre Arbeiten zum Thema Fotografie, Inszenierung, Abstraktion.
Wo:
ENSA Bourges, 3. Etage, Raum 302,
7, rue Édouard-Branly, F-18000 Bourges,
www.ensa-bourges.fr
15.11.2009
OPEN DOORS 2009
Eröffnung:
Freitag, 20. November um 18:00 Uhr, anschließend Freitagsküche ab 20:00 Uhr.
Wo: Atelierfrankfurt, Hohenstaufenstraße 13-25
Öffnungszeiten:
Die Ateliers von Basis e.V. in der Gutleutstraße 8-12 und der Elbestraße 10 können
Samstag, den 21. November von 14:00 – 20:00 Uhr
Sonntag, den 22. November von 14:00 – 19:00 Uhr
durchgängig besucht werden.
Mein Atelier befindet sich in der Gutleutstraße, im zweiten Stock links.
Ich freue mich sehr über einen Besuch!
www.opendoors-frankfurt.de
Zum vierten Mal veranstaltet basis einen Tag der offenen Ateliers. Zum zweiten Mal in Kooperation mit den städtischen Ateliers der Stadt Frankfurt am Main und mit dem ATELIERFRANKFURT. In diesem Jahr nehmen erstmals auch Künstler privater Ateliers teil. Somit besteht die Möglichkeit, an zwei Tagen über 200 Fraknfurter Künstler und ihre Werkraüme kennen zu lernen.
Am Wochenende von 20. bis 22. November 2009 öffnen zu diesem Anlass in den beiden Häusern von basis über 120 Künstler ihre Ateliers und Arbeitsräume.

16.09.2009
Gestern habe ich ein neues Stipendium angetreten. In der Zeit vom 15.9. - 15.12.2009 werde ich in Bourges/Frankreich wohnen und arbeiten. Artiste en résidence à:
La box _ensa Bourges
09.09.2009
KUNSTPREIS »junger westen 2009«
Eröffnung: 13. September 2009, 11 Uhr
Kunsthalle Recklinghausen
Große-Perdekamp-Straße 25 – 27
45657 Recklinghausen
Ausstellungsdauer:
13. September bis 15, November 2009
di – so, feiertags 11– 18 Uhr
Öffentliche Führungen: sonntags 11.00 Uhr
www.kunsthalle-recklinghausen.de
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Teilnehmende Künstler:
Annette Jonak, Sebastian Lingstädt, Fabian Hartmann, Ruri Matsumoto, Arne Schmitt, Katharina Kiebacher, Susanne Britz, Helena Rossner, Simone Rueß, Margarete Lindau, Sven Johne, Simon Schubert, Christian Schellenberger, Astrid Köppe, Anja Bohnhof, Philipp Goldbach, Dorthe Goeden, Laura Haase, Melanie Nyhuis, Astrid Korntheuer, Wiebke Elzel und Jana Müller, Karen Winzer,
Christian Pilz, Florian Rossmanith, Sebastian Rug


20.08.2009
Heute:
SOMMERSCHAU DER STUDIOS
Finissage/Bahnhofsviertelnacht: 20. August 13-23 Uhr
Basis Frankfurt, Elbestrasse 10 und Gutleutstraße 8-12, FrankfurtM/
www.basis-frankfurt.de
(Flyer der Ausstellung siehe unten...)
19.08.2009
Mein neuer Katalog ist da!


Er beinhaltet die Serie STORYTELLING.
Maße: 21cm x 17cm, 24 Seiten
10.08.2009

Eröffnung: 14. August 2009 um 19.00 Uhr im OSTRALE-Zentrum, Dresden
Ausstellungsdauer: 14. August bis 6. September
Die Eintrittskarten vom 14.8. (10 € / 7 €) gelten sowohl für den Eröffnungstag als auch für Samstag, den 15. August oder Sonntag, den 16. August.
OSTRALE /// Zentrum für zeitgenössische Kunst,
Messering 8,
01067 Dresden
Die OSTRALE'09 verwandelt das Dresdner Ostragehege in ein einzigartiges Schaufenster des aktuellen Kunstgeschehens. Maler, Video-, Klang-, Licht-, Konzept- und Installationskünstler, Bildhauer, Plastiker - aber auch Musiker, Tänzer, Schauspieler und Autoren: In den maroden Strukturen des ehemaligen Erlwein-Schlachthofes und im Außenbereich werden Werke von rund 160 Vertretern der Bildenden Kunst präsentiert. Dazu kommt im Rahmen der OSTRALE.xtra eine Vielzahl an Performances, Konzerten, Lesungen und anderem mehr...
Für die OSTRALE'09 stehen acht Gebäude mit insgesamt über 100 Ausstellungsräumen zur Verfügung. Das Gelände vereint rund 20.000 Quadratmeter bespielbarer Fläche in Innenräumen und ein Außenareal von ca. 50.000 Quadratmetern.
http://www.ostrale-zentrum.de
20.07.2009
SOMMERSCHAU DER STUDIOS
Eröffnung: 23. Juli 2009, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 24.Juli - 20. August 2009
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 13-19 Uhr, Sonntag 12-18 Uhr
Finissage/Bahnhofsviertelnacht: 20. August 13-23 Uhr
Basis Frankfurt, Elbestrasse 10 und Gutleutstraße 8-12, FrankfurtM/
www.basis-frankfurt.de

14.04.2009
Ich habe ein Stipendium bekommen. Ab Mitte September werde ich für drei Monate in Bourges/Frankreich wohnen.
http://www.ensa-bourges.fr
10.04.2009
WILDERNESS TO GARDEN TO WILDERNESS // WILDNIS WIRD GARTEN WIRD WILDNISS
Eine Sonderschau der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur,
kuratiert von Janos Frecot
ART COLOGNE, 22. - 26.04.2009
Mit Arbeiten von:
Robert Adams, Robert Adamson, Dieter Appelt, Eugène Atget, Robert Baker, Lewis Baltz, Max Baumann, Peter Boerboom und Carola Vogt, Jim Dine, Markus Dorfmüller, Martin Fengel, Lee Friedlander, Jitka Hanzlová, Raoul Hausmann, Lina Kim, André Kirchner, Astrid Korntheuer, Llewelyn, Mascelyne, Simone Nieweg, Albert Renger-Patzsch, Heinrich Riebesehl, Hermann Rückwarth, August Sander, Margit Santer, Hans-Christian Schink, Michael Schmidt, Yukara Shimizu, Heidi Specker, Margherita Spillutini, Helmut Völter und Henry Wessel.
http://www.sk-kultur.de/web/edit/projekt.php?id=295
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